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Nov 25

Räucher-Grillofen / Tischräucherofen von Behr

Einleitung:

Passend zu den bald anstehenden Festtagen und den Gedankenspielen über das „was serviere ich wann“, möchte ich euch hier mal eine Anregung geben um eventuell die Lieben mit einer neuen Variation von Fisch zu überraschen. Fisch aus eigener „Räucherstube“ ist nichts alltägliches, super lecker und wie im weiteren beschrieben mit relativ wenig Aufwand zuzubereiten.

BEHR Grill- und Räucherofen


„Teste den Behr Tischräucherofen“, lautete der hoheitliche Auftrag an mich. Na klar, gerne !
Was ist das ? Wo kommt es her ? Beißt es ?
Diese Fragen meinerseits implizieren ziemlich deutlich dass ich tatsächlich in mehr als 30 Jahren „Angelei“ noch nie (auch nur annähernd) mit der Thematik „räuchern“, „Räucherofen“, „Räuchermehl“ etc. konfrontiert wurde. Den guten alten „Räucherfisch“ oder andere geräucherte Waren kenne ich vom Einkauf bei einschlägigen Händlern und damit hat es sich auch erledigt (was mich betrifft).
Warum erzähle ich das ? Ganz einfach. Mein Testbericht ist der Bericht eines absoluten Greenhorns in der Thematik und dementsprechend gehe ich die Sache an: unbedarft, offen und neutral.
Vergleiche zu anderen Produkten kann ich nicht ziehen, aus o.a. genannten Grund.
Bevor es nun zu langweilig wird und ich endlich zur Sache komme, noch eine Anmerkung:
Obwohl ein „Räucher-Newbie“ bin ich doch in Sachen kochen, grillen und BBQ nicht gerade in der Kreisklasse angesiedelt und erhoffe mir natürlich das eine oder andere auch bei der aktuellen Thematik einbringen zu können.
Los geht´s….

Erster Eindruck / First Impression:
Die Lieferung erfolgt in einem schönen, recht bunten Karton. Einzelteile sind bedarfsmässig im Inneren nochmals in Folie verpackt.
Positiv: Kein Verpackungswahn !! Anwendung von Verpackungsmaterial wo notwendig, kein generieren von überflüssigem Altmüll.
Geliefert werden 7 Einzelteile:
1. Räucherkammer
2. Auflagegestell
3. 2x Gitterroste
4. Räuchermehlabdeckung
5. Rauchabzugsschieber
6. Verschlussgriffe
7. Doppelbrenner mit Deckel

Um letztendlich loslegen zu können ist noch die Anschaffung von Räuchermehl, -lauge, Gewürze etc. nach eigenem Ermessen erforderlich.
Nicht zu vergessen die Brennpaste oder Brennspiritus.
Dankenswerter weise wurde mir auch dies mitgeliefert.

Das Gesamtpaket macht einen sehr soliden Eindruck, ist sauber verarbeitet und trägt hinsichtlich der äußeren Dimensionen zu recht den Namen Tischräucherofen: B42 x T27 x H19 (cm).
Nach meiner Abschätzung ist das Volumen ausreichend für ungefähr 6 Forellen mittleren Maßes. Aber das wird sich ja noch zeigen.

Beigelegt ist auch noch eine Anleitung. Dies der Stein des Anstoßes bei fast sämtlichen Testberichten über das Produkt die ich bislang gefunden und gelesen habe (und es waren nicht wenige). Aus meiner Sicht ist hier die Kritik NICHT angebracht. Im Gegenteil:
Die Anleitung ist ein mehrfarbiges „Heftchen“, bestehend aus 15 Seiten Hochglanzdruck. 9 Seiten Beschreibung in Deutsch, der Rest in Englisch. Auf weitere 798 Sprachen wie wir es von Fernsehern etc. kennen wurde dankenswerter Weise verzichtet.
Eine Montageanleitung per se ist nicht erforderlich, da alles nur zusammengesetzt wird und dies einer sehr logischen Reihenfolge entspricht (der Aufbau wird allerdings auch in Wort und Bild illustriert). Die einzige handwerkliche Tätigkeit besteht darin, mit einer einzigen Schraube den Deckelgriff und damit verbunden den Luftabzugsschieber mit dem Deckel zu verbinden. Dies ist NICHT beschrieben. Aus meiner Sicht besteht hierzu jedoch auch keine Veranlassung, da es sich doch um eine sehr triviale Tätigkeit handelt und durchaus durch selbständiges Nachdenken erledigt werden kann.
Es folgt nach einer allgemeinen Beschreibung noch eine Anleitung zum räuchern, gefolgt von Räuchertipps. Punkt, Aus !!! Absolut ausreichend und umfassend.


Lieferumfang im ausgepackten Zustand


Erforderliche Zusatzausrüstung / -materialien


Deckel mit Griff und Belüftungsregulierung

Testphase (Vorbereitung):

Alea iacta est, würde ich mal sagen. Der nächste Schritt folgt. Als erstes muss mal die ersehnte Hardware in Form von Fischen her. Hierzu gibt es 2 Variationen:
1. die planbare, bedeutet Fußmarsch zum Fischhändler des Vertrauens, Geldbeutel auf und schon hat man die Jungs
2. die unplanbare; angeln gehen.
Leider habe ich Variation 1. wählen müssen, denn es kübelt seit Tagen und Forellen sind nicht gerade Hauptbestandteil unserer Vereinsgewässer. Also denn:


Forellen


Forellen vor dem Einlegen

Bisher waren sie im Rohzustand jetzt geht es ab in die Badewanne.
Der Beutel enthält ~ 800 g und soll für 10 Liter reichen. OK. 10 Liter brauche ich nicht, also 160g auf 2 Liter sollten funktionieren.

Testphase (Der Tag X):

So, die Jungs lagen nun seit dem Vortag ~ 17.00 Uhr in der Lauge. Das bedeutet sie waren nun ca. 20 Stunden in der Lauge drin. Mal gespannt ob es zu lange war und es sich negativ bemerkbar macht.
So sehen sie nun aus, recht unspektakulär. Fast genauso wie am Vortag.


…nach dem Einlegen

Testphase (Der Ofen glüht):

Jetzt geht es endlich los, das Gerät geht in die Endphase des Tests. Nochmals ein Blick in die Anleitung, ob auch wirklich alles vom geneigten Anwender verstanden UND gelesen wurde….AUTSCH, da isser, der erste (fast) Fehler.
Naiv wie ich bin hab ich den Grill direkt auf meinen (alten) Plastik-Camping-Tisch platziert. Nun belehrt mich die Anleitung dass immer eine feuerfeste Unterlage zu benutzen ist. DANKE, sonst wäre die Sache wohl in die Hose gegangen.
Ok, weiter im Text. Der Aufbau ist wie bereits erwähnt total einfach und schnell erledigt.
Ich benutze nicht die im Lieferumfang enthaltenen Bratpfannen die man mit Spiritus füllt, sondern die Zusatzlieferung an Brennpasten-Töpfe (2 Stück).

So langsam wird die ganze Kiste etwas heißer. Die Entlüftung stelle ich mal auf halboffen, ist ein guter Wert aus der Welt des BBQ. Die Anleitung gibt hier keinen Rat.
Was auch etwas fehlt: Ab wann zählt die genannte „Räucherzeit“ von 20 – 25 Minuten ? Ab Deckel zu ?
Ich beschließe für mich dass meine Stoppuhr ab dem Moment läuft wo der Ofen so heiß ist dass er nicht mehr mit der Hand anzufassen ist und aus der Entlüftung erster Rauch aufsteigt.

Nachdem nun die Zeit fortgeschritten ist, muss ich meinen Hut ziehen vor dem Räuchergerät. Trotz erheblicher Hitze erkennt man keinerlei Verfärbungen am Material, kein Verziehen oder Ansätze des Schmelzens bei Plastikteilchen. Passt.

Testphase (Endphase):

So, auf die obligatorischen und angeratenen 20 – 25 Minuten habe ich noch mal eine 10-Minütige „Sicherheitsgarzeit“ drauf gesetzt. Warum ? nach 20 Minuten hat der Rauch noch immer nur nach Holz gerochen und nicht nach geräuchertem. OK, ist wohl Erfahrungssache.
Und hier sind die Ergebnisse:


Fertig

Guten Appetit

FAZIT / Bewertung:

Den Ofen per se kann ich guten Gewissens empfehlen. Selbst als absoluter Anfänger im Räuchergeschäft kam ich beim ersten Wurf zu einem zufrieden stellenden Ergebnis.

Auch heute, viele „Monde“ nach diesem initialen Test ist das gerät zu 100% einsatzbereit, ohne Mängel und verrichtet seinen Dienst zuverlässig.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung für den Spaß und Genuss den man mit dem Gerät letztendlich hat.

Wer mehr zum Thema „Räuchern“ erfahren möchte: In unserem Forum gibt es einige spannende Threads hierzu. Nicht nur über Tischräucheröfen, sondern auch deren große Brüder und Schwestern, sowie Unmengen wertvoller Tipps & Tricks. Also los, ab zur Anmeldung

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