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Dez 29

Ködervorstellung Spinnerbait

Ködervorstellung Spinnerbait
Autor: Volker Hoffmann (Catfish).

an dieser Stelle möchte ich einen Köder vorstellen, der ursprünglich aus den USA kommt, aber mehr und mehr fester Bestandteil auch in deutschen Köderboxen wird.

Die Spinnerbaits.

Hauptzielfisch sind je nach Größe der Spinnerbaits Hecht und Barsch, aber auch alle anderen Räuber finden durchaus Gefallen an diesem Köder.

Im Aufbau sind eigentlich alle Spinnerbaits gleich. Sie bestehen aus einem im rechten Winkel gebogenen Drahtstück an dem die Blades (Blätter), Bleikopf sowie Haken und Skirt (engl. Schürze) angeordnet sind.

Es gibt eine Vielzahl Spinnerbaits, die sich hauptsächlich doch durch die Form und Anzahl der Blades unterscheidet.

Das hier abgebildete Beispiel zeigt ein Willowleaf (Weidenblatt) oben, und ein Colorado-Blade (runde Form) unten.

Hier erst einmal die einzelnen Komponenten eines Spinnerbaits:


Man kann diese Köder nur mit dem blanken Haken und dem Skirt aus Silicon,- oder Gummifäden fischen, oder aber mit noch einem zusätzlichen Reiz (als ob es nicht schon genug wären) dem sogenannten „Trailer“. Das können Gummiköder der unterschiedlichsten Art sein, und hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Somit sprechen wir eigentlich alle Reize eines Räubers an.

Die Spinnerblätter sorgen für Druckwellen, Lichtreflexe und Geräusche, während die Gummifäden am Bleikopf einen kleinen Beutefisch nachahmen. Und diese Flut von Reizen kann man mit einem Trailer auf dem Haken noch verstärken.

Beim Spinnfischen auf Hecht mit diesem Köder sollte darauf geachtet werden, dass der untere Teil des Köders (Skirt, Haken und Trailer), größer ist als die Spinnblätter am oberen Bügel, damit sind Fehlbisse eigentlich ausgeschlossen.

In Deutschland werden diese klimpernden und glitzernden Köder „noch“ nicht sehr häufig gefischt, denn das Erscheinungsbild ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Das dürfte sich aber in naher Zukunft vor allem beim Spinnfischen auf Hecht ändern.

Sehr erfolgreich sind diese Köder in verkrauteten und bewachsenen Gewässern, wo ihre Vorteile schnell deutlich werden, denn durch den nach „innen“ gerichteten Haken gibt es kaum Hänger oder gar Köderverluste.

Nun noch etwas zur Führung der Spinnerbaits, die sehr einfach ist.

Man wirft den Köder aus, und lässt ihn auf die gewünschte Tiefe absinken, und holt ihn wieder ein. Das einkurbeln sollte nicht zu schnell geschehen, denn bei langsamer Köderführung wird dieser oft von dem Räuber voll genommen, und so Fehlbisse vermieden.

Da sich die Spinnerblätter schon in der Sinkphase drehen, setzt die Reizwirkung auf den Fisch natürlich auch sofort nach dem eintauchen ins Wasser ein, und man muss auch schon in dieser Phase mit Attacken auf den Köder rechnen.

Bei der Wahl der Farben ist es ähnlich wie bei allen anderen Ködern auch.

Ist das Wasser klar, sollten glänzende Blätter in den Farben silber oder gold mit naturfarbenen oder transparenten Skirts zum Einsatz kommen, während im trüben Wasser auch hier grelle Farben klar zu bevorzugen sind.

Beim befischen von Gewässern mit Hechtvorkommen kann nur Stahl oder Titan als Vorfachmaterial in Frage kommen, da hier immer mit einer Hechtattacke gerechnet werden muss.

Zum fischen mit Spinnerbaits eignet sich am besten eine Baitcastrute von 2,10m – 2,40m in dem zum Köder passenden Wurfgewicht und ausgerüstet mit einer entsprechenden Multirolle.

Vorteil hierbei: der Köder bleibt während des Wurfes gestreckt und verheddert sich nicht in der Luft, und auch die Zielgenauigkeit in eventuelle Krautlücken etc. ist mit einer Baitcaster wesentlich besser.

Man kann diese Köder aber selbstverständlich auch mit einer normalen Spinnrute und Stationärrolle fischen. Es bedarf keiner speziellen Ausrüstung um mit Spinnerbaits zu angeln.

Die Wahl der Schnur bleibt den Vorlieben des jeweiligen Anglers überlassen, wobei es bei einer Baitcasterrute wohl immer eine geflochtene sein dürfte, zumal man mit geflochtener Schnur jeden Kontakt mit Hindernissen sofort spürt.

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