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Nov 05

Angler-Online-Aktiv Methode – Spinnfischen mit Gummiködern -Teil2

Hier nun die Fortsetzung des 1. Teils.

Aktiv, und dafür steht die Methode, bedeutet auch, dass man sein komplettes Gerät einsetzt um den Köder zu kontrollieren. Damit dies aber funktioniert, muss unser Gummiködertackle einige Voraussetzungen erfüllen.

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In diesem Teil wird nun auf das Tackle eingegangen. Da sich aber auch Dieses stetig weiter entwickelt und immer neue Modelle auf den Markt gebracht werden, können keine Produkte genannt werden. Bei Bedarf könnt ihr die aktuellen Produkte im Forum erfragen.

Die Spinnrolle hat gleich mehrere Aufgaben. Sie soll den Köder einholen, den Fisch am Haken ausdrillen, die Schnur vor Schnurbruch bewahren und uns mitteilen, was am Köder beim Einkurbeln geschieht.

Um allen Aufgaben gerecht zu werden, muss sie robust sein, gleichzeitig aber sehr leichtgängig. Sie muss uns kleinste Veränderungen am Köder beim Einkurbeln mitteilen. Nur so merken wir, ob wir einen vorsichtigen Biss haben, gerade in Wasserpflanzen rein kurbeln oder ob gar ein Blatt oder Kraut auf dem Haken sitzt.

Die Spinnrolle sollte ebenfalls nicht zu groß und nicht zu schwer sein. Rollengrößen um die 3000er Größenangaben haben sich gut bewährt. Bei der Frage nach Front- oder Heckbremse scheiden sich die Geister. Sicher ist es Fakt, dass die Bremse einer Frontbremsrolle generell größer ist und somit eine vermutlich bessere Bremswirkung erzielt. Sowohl bei Heckbremsrollen als auch bei Frontbremsrollen gibt es teilweise billig Bremsen. Somit ist es vorrangig wichtiger auf die Qualität der Bremsen und den Ruf der Rollen zu achten. Beide Rollenarten sind für das aktive Spinnfischen einsetzbar.

Bei den Heckbremsrollen gibt es noch eine Besonderheit. Diese gibt es auch mit einer Kampfbremse. Diese lässt sich Blitzschnell regeln und einige schwören auf diesen Rollentyp.

Berkley Skeletor, Shimano Twinpower, Kopyto River, Spiderwire
[Berkley Skeletor, Shimano Twinpower, Spiderwire, Kopyto River]

Als Schnur kommt nur eine geflochtene Schnur in Frage. Geflochtene Schnur hat keine Dehnung und gibt jede Aktion an den Köder weiter. Sie sollte eng und rund geflochten sein und möglichst kaum Wasser aufnehmen.
Eine Tragkraft von ca. 10kg reicht aus, um Zander, Hecht und Barsch zu bändigen. Soll es speziell auf Waller oder andere große Raubfische gehen, ist die Tragkraft entsprechend höher zu wählen.

Als Vorfach kommt zur Zeit nur ein Vorfachmaterial in Frage. Das wäre das Stahlvorfach. Es gibt keine Ausreden, warum man Stahl nicht verwenden sollte. Stahlvorfächer gibt es inzwischen sehr dünn und flexibel (z.B. Flexonit). Niemand kann voraussagen, ob nicht doch ein Hecht beißt, der dann evtl. mit abgerissenen Köder im Maul elend verenden würde.

Die Spinnrute muss genau abgestimmt sein. Hier kommen Ruten im Bereich von 2,40m bis 3,30m zum Einsatz, welche einen harten und sehr schnellen Blank haben. Die Rute muss so hart sein, dass sie jede Bewegung die wir mit der Rute machen, direkt an den Köder weiter gibt. Ist sie zu weich, so puffert sie einen Teil der Bewegungen weg und das Köderspiel wäre nicht mehr so, wie wir es vorgeben.
Ein weiterer Vorteil der harten Rute ist der schnellere Anschlag. Während weiche Ruten den Druck auf den Haken nur langsam steigern, gibt die harte Rute direkt alles weiter.
Diese funktioniert auch in die andere Richtung. Man spürt bei harten Angelruten viel besser was am Köder geschieht als bei weichen Ruten.

Als Köder kommen Twister und Gummifische zum Einsatz, die dem Gewässer in Größe, Farbe, Form und Gewicht angepasst sind. Alleine mit diesem Thema könnte man ein ganzes Buch füllen. Wir können hier nur kurzen Überblick geben.

Ködergröße
Die Ködergröße sollte der Jahreszeit und dem Gewässer angepasst sein. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass im Frühjahr noch etwas größere Köder verwendet werden können. Im Sommer, wenn die Brut fressbare Größe erreicht hat, ist man eher mit kleinen Ködern gut bedient.
Je größer nun die Brut wird, um so größer können wir auch den Gummiköder wählen. Bis zum Winter hin dann wieder große Köder fangen, weil sich die Räuber eine Reserve anfressen wollen.
aktivbarsch
[Großer Barsch auf AO-Aktiv]

Köderfarbe
Kaum ein Thema wurde so oft diskutiert wie die richtige Köderfarbe. Auch hier gibt es viele verschiedene Meinungen.
Generell kann man sagen, je klarer das Wetter und Wasser je natürlicher die Köderfarbe. Je bedeckter das Wetter und trüber das Wasser, je heller / greller die Köderfarbe.

Gewicht / Jigkopf
Normalerweise geht man davon aus, dass man den Jigkopf so zum Köder wählt, dass dieser gerade so eben sein Spiel entfaltet. Ist Strömung vorhanden, so wählt man den Jigkopf entsprechend schwerer. Dies muss man einfach ausprobieren. Jeder Köder verhält sich da etwas anders.
Durch die Angler-Online-Aktiv Methode ist es nun aber auch möglich den Jigkopf schwerer zu wählen! Warum das so ist wird jedem klar werden, wenn wir zum Führungsstil kommen.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Weitere Würfe und bessere Köderkontrolle bringen uns letztlich mehr Fisch.
Im Übrigen haben sich Standup-Jigköpfe sehr bewährt! Sie sorgen für ein schnelles Aufsteigen des Köders und für weniger Hänger an z.B. Steinpackungen.
Köderform
Es befinden sich 2 Köderformen auf dem deutschen Markt.
Die eine ist der Gummifisch und die andere der Twister. Welches von beiden besser fängt lässt sich nicht sagen. Es sind beides gute Köder. Der Twister verzeiht jedoch den einen oder anderen Führungsfehler. Bringt uns der Gummifisch überhaupt keinen Biss, kann uns der Wechsel auf einen Twister aber schon wieder zum Fänger machen und umgekehrt.
Also ruhig beides am Wasser ausprobieren.Soviel allgemein zu den Ködern. Wie schon erwähnt, man könnte ein Buch über Gummiköder schreiben und hätte lange nicht alles gesagt.

In dem nächsten Teil werden wir uns mit den speziellen Führungsstilen und deren Einsatzgebiete beschäftigen.

Weiter zu TEIL 3

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