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Sep 04

Dickbarsche in der Herbst- und Winterzeit

Für viele Angler ist der Fang eines großen Barsches ein besonders freudiges Ereignis. Einige sagen ihm sogar nach, dass er der König der Raubfische ist.

Doch woran mag das liegen? Ist es sein Seltenheitswert, sein hoher Stellenwert als Speisefisch, oder die Schwierigkeit diesen Fisch zu überlisten? Bestimmt ist es die Mischung aus diesen Faktoren, die den Großbarsch unter den Anglern so begehrt machen. Sei es drum, für mich war und ist der Großbarsch immer wieder ein überraschender Fang, der viel Freude aufkommen lässt. Und gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, rückt dieser Fisch wieder näher ins Visier. In der warmen Jahreszeit kann die Barschschwärme oft oberflächennah, oder direkt im Mittelwasser fangen.

Doch was ist im Winter typisch für den Barsch? Beim Zanderangeln kam das Ergebnis in Form von Beifängen ans Tageslicht. Der Barsch teilt sich dann seinen Einstand mit dem Zander und der ist tief und dicht am Grund! Wenn die Wassertemperaturen deutlich zurück gehen, verlassen auch die Barschschwärme das Mittelwasser und suchen tiefe Löcher und Gebiete, um sich dort winterfest zu machen. Und genau dann werden sie mit gejiggten Gummiködern von 8 bis 12 cm Länge erbeutet. Ich tendiere eher zu Ködern um die 12 cm Länge, da gerade die großen Barsche in der kalten Jahreszeit auf große Beute aus sind! Das Bleikopfgewicht sollte auf Grund der hohen Angeltiefe min. 14 gr. betragen, damit ein guter Kontakt und damit eine sichere Bisserkennung möglich sind.

Die Angelmethode unterscheidet sind im großen und ganzen kaum vom Zandernageln mit Gummiködern, obwohl sich herausstellte, dass ein mit größeren Intervallen geführter Köder deutlich mehr Barschbisse einfährt. So konnten Kollegen von mir und auch ich im Winter schon Großbarsche in mehr als 15 Metern Tiefe fangen.
Und jetzt ist die richtige Zeit dafür, den Dickbarschen am Grund vieler stehender Gewässer bis Mitte März einzuheizen. Dabei sollte man aber darauf achten , dass man den Fisch langsam aus der Tiefe hochdrillt, denn Barsche leiden dann, gerade bei kaltem Wasser schnell an Symptomen der Trommelsucht, da ihre einteilige Schwimmblase keine Verbindung zum Verdauungstrakt hat und so kein rascher Druckausgleich hergestellt werden kann. Fische mit deutlich geblähtem Leib und hervortretenden Augen sollte man daher unbedingt abschlagen, da ihre Überlebenschancen nicht gegeben wären.

Viel Spaß beim Barschjiggen und ein dickes Petri heil wünscht
Sebastian Hänel (Zanderseb)

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