«

»

Aug 26

Die Bachforelle

 

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) besiedelt vorwiegend schnellfließende Bäche und Flüsse aber auch klare Seen. Sie liebt sauerstoffreiches kühles Wasser, am liebsten mit kiesigem oder sandigem Untergrund.

Die Bachforelle ist sehr standorttreu, liebt Deckungen wie unterspülte Ufer oder tiefe Gumpen. Der beanspruchte Platz wird in der Regel nicht verlassen. Tagsüber hält sie sich meist im Uferschatten auf, immer mit dem Kopf zur Strömung. Gute Standplätze werden sofort wieder besiedelt, wenn die Standforelle weggefangen wurde.

 

 

Sie wird in normalen Fließgewässern ewa 80cm lang, kann aber unter idealen Bedingungen erhebliche Gewichte zwischen 10 und 20 Pfund und Größen bis zu 1 Meter erreichen. Charakteristisch sind die schwarzen und roten Punkte auf der Flanke. Die roten Flecken treten hauptsächlich entlang der Seitenlinie auf. Der Rücken ist oliv bis schwarzbraun und die Bauchseite gelblich-weiß.

 

 

Bei laichreifen Fischen verändert sich die Farbe des Schuppenkleides von silbrig hin zu braun bis dunkelgrün und passt sich damit dem Gewässer an. Aber selbst im gleichen Gewässerabschnitt gibt es oftmals Fische mit recht unterschiedlicher Färbung.

 

 

Als schnelle Jäger ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten im und auf dem Wasser, aber auch kleine Krebse, Schnecken und kleine Fische gehören zur Nahrung. Ein richtiges Festmahl ist der Schlupf der Maifliegen Anfang Juni. Hier haben Fliegenfischer die besten Chancen eine der Gepunkteten zu überlisten.

 

 

Bachforellen laichen zwischen Oktober und Januar, dazu schaffen sie in kiesigem oder sandigen Untergrund mehrere flache Gruben. Aus etwa 1000 bis 1500 rötlichen Eiern schlüpfen nach 2-4 Monaten die Fischlarven.

 

 

Die Bachforelle ist ein sehr begehrter und schmackhafter Speisefisch. Der Fang erfolgt mit der Fliegenrute oder mit einer leichten Spinnrute mit Spinner oder kleinem Wobbler. Ich habe für den Forellenfang die meisten Spinner mit Einzelhaken versehen. Fliege oder Spinner werden an vermutlichen Standplätzen sehr langsam vorbei geführt. Der Anbiss erfolgt blitzschnell aus dem Versteck heraus.

 

 

Naturköder wie Würmer sind oftmals verboten oder nicht erwünscht, da die Forellen diese Köder meist tief schlucken und ein Zurücksetzen bei untermaßigen Fischen unmöglich macht.

 

 

Auch die Bachforelle hat mit Problemen wie Gewässerverbauung und Verschmutzung zu kämpfen und ist dadurch relativ selten geworden. Da sie zu den bedrohten Tierarten zählte, wurde sie 2005 zum Fisch des Jahres gewählt.

 

 

Dank der Besatzmaßnahmen der Angelvereine und Gewässerpächter hat sich die Situation inzwischen aber wieder etwas verbessert, ansonsten wäre dieser schöne Fisch kaum noch in unseren Gewässern zu finden.
 
 
ao-banner3
 
 
Gruß und Petri Heil H. Günter

Zur Werkzeugleiste springen