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Sep 04

Hängerlösen in großen Flüssen

Viele Angler kennen es, ob am Rhein, Donau, der Oder, der Elbe oder an der Weser.

Man steht gerade beim Spinnangeln mit Gummiködern auf einem Buhnenkopf und jiggt seinen Köder gefühlvoll über den steinigen Grund des Flusses. Genauer gesagt, man beangelt die Gleitseite und führt den Gummifisch, oder den Twister an der Stromkante entlang zu sich heran. Der Köder kommt immer näher und an einer der besten Stellen, an der mit einem Biss zu rechnen ist wird es meist brenzlig. Nämlich genau vor dem Buhnenkopf.
Dort befindet sich in den meisten Fällen eine grobe Steinpackung, die schon so manchen Tribut vom Angler in Form eines Köderverlustes forderte. Beim Heranführen des Köders an den Buhnenkopf kommt es oft dazu, dass sich der Köder mit dem Bleikopf hinter einem Stein, oder zwischen zwei Steinen verkeilt. Und oft bleibt uns nichts anderes übrig, als den Köder nach einer gewissen Zeit und etlichen Lösungsversuchen abzureisen. Das kostet nicht nur Geld und wertvolle Angelzeit, sondern auch so manchen Nerv. Natürlich kann man den Köder manchmal durch schütteln oder klopfen losschlagen. Doch dies vergrämt nicht nur die Fische, sondern kann sogar Schäden am teuren Angelgerät verursachen.
Man hat in diesem Fall auch noch die Möglichkeit um die Buhe herum zu laufen, in der Hoffnung den Köder im Zug von der andren Seite lösen zu können. Dies klappt auch des öfteren ganz gut, ist aber auch total nervig!
Wenn man nun einen Hänger zwischen Steinen auf der Gleitseite direkt vor dem Buhnenkopf hat, so sollte man folgende Methode anwenden, um den Köder ohne großen Aufwand und Lärm lösen zu können.

Man zieht mit geöffnetem Schnurfangbügel die Schur mit der Rute seitlich in die Strömung und legt sie dort ab. Die Strömung nimmt die Schnur sofort mit Stromabwärts! Man hält nun die Rute seitlich über die Strömungskante und lässt die Schnur weiterhin hinaustreiben.
Je nach dem, wie weit der Köder vom Angler entfernt festsitz, lässt man die Schur ca. 10 bis 30 Meter von der Strömung mit nehmen.
Diese frei gewordene Schnur bildet nun einen großen Bogen, der dafür sorgt, dass sich der Schnurteil der zum Köder geht auf dem Grund ablegt, oder bzw. nach unten gedrückt wird. Ist der Bogen jetzt groß genug kann man den Bügel der Rolle schließen, um den Bogen von der Strömung straffen zu lassen. In dieser Phase hält man die Rute wieder Stromabwärts und wartet bis die sich spannende Schnur über den hängenden Köder stellt. Dann halt man die Rute mit beiden Händen fest und setzt einen kräftigen Anhieb der voll ins Leere geht, und auf keinen Wiederstand stößt. Man kurbelt auf und der Köder ist in den meisten Fällen wieder frei.

Doch wie funktioniert das? Bei dem Anhieb entsteht ein kräftiger Zug, bzw. Druck auf den Schnurteil der sich überm Grund abgelegt hat und zum Köder geht. Dieser Druck zieht den Köder in die entgegengesetzte Richtung und somit aus dem Hindernis heraus. Also in die Gegenrichtung in der mein Köder in die Steinklemmung geraten ist. Diese Art der Hängerlösung funktioniert aber nur von der Gleitseite aus richtig gut.
Sitzt der Köder auf der Prallseite des Buhnenkopfes fest, so bleibt nur rüber laufen, um von der entgegengesetzten Seite zu ziehen, oder der schmerzhafte Abriss des guten Köders.

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