«

»

Sep 04

Krebse für Räuber

Manche mögen Krebse und Schalentiere – manche nicht. Raubfische machen es sich da hingegen viel, viel einfacher!
Denn es gibt wohl keinen Räuber ob Zander oder Barsch der sich einen wehrhaften aber leckeren Flusskrebs entgehen lässt.

Wie man Krebs imitierenden Kunstködern diese Schwäche der Räuber ausnutzt und so seine Fänge verbessert:
Der Schlüsselpunkt zum Erfolg mit Krebsködern ist die Führung. Wie läuft ein Krebs der von einem Räuber flüchtet?!

Mit drohend erhobenen Scheren bewegt er sich langsam ruckend zurück immer auf der Suche nach einem schützenden Versteck. Wenn eins naht kann er auch kurze Sprints immer auf der Flucht vor dem Jäger einlegen.

Für kleine Fische können die gefährlichen Scheren ein Problem darstellen. Die Größeren wissen schon wie sie, damit umgehen können. Das ist ein Grund warum man mit Krebs imitierenden Ködern so häufig größere Barsche und Zander fängt.

Es gibt mittlerweile eine große Anzahl an Krebsimitaten auf dem Markt. Die meisten sind sicherlich aus Gummi. Dann gibt es eine Anzahl von Wobblern in Krebsfarben und sogar Krebsform:

Und man kann Krebse sogar mit Spinnern nachahmen! Mepps Spinner mit grau/braunen Federbusch eignen sich dazu.

Wenn man kurze Pausen einlegt schwebt dieser Federbusch leicht nach oben. Genau wie die Scheren eines sich verteidigenden Krebs. Bei diesem Reiz macht es gar nichts, wenn das Blatt sich mal kurz nicht dreht.

Die meisten Kunstkrebse sind wohl aus Gummi. Oft auch in ziemlich bunten Farben. Sehr gut kann man sie nach amerikanischem Stil mit im Plastik versteckten Köder und 10cm vor dem Köder befindlichen Blei anködern. Aber mit einem normalen Jighaken kann es auch sehr gut gehen. Wichtig ist nur, dass der Krebs falsch herum aufgezogen wird. Also so ,dass der Kopf/Hakenöhr am Schwanz sitzt. Denn wie gesagt Krebse laufen in der Abwehstellung (mit denen sie unter anderem auf Raubfische reagieren) stets rückwärts.

Ein Zupfer, 2,3 Kurbelumdrehungen. Der Krebs löst sich kurz vom Boden, verharrt in Angriffs-Position und schwimmt dicht überm Grund wieder etwas weiter weg.

Also Plastikkrebse (und andere Krebsköder) werden grundnah angeboten. Selten schwimmt ein Krebs hoch ,weil er nur am Boden den notwendigen Schutz vor Fressfeinden findet. Man holt Krebsimitate also Grundnah und unregelmäßig ein. Das alles recht langsam. Darauf reagieren vor allem Zander und gute Barsche. Und vor allem wo es ihn gibt den Schwarzbarsch. Aber auch Forellen und Hechte konnte ich so schon fangen.

Verschiedene Kunstkrebse:


Der Köder mit dem Silikonrock ganz oben ist ein so genannter „bass jig“. Auf dem Haken ist ein Gummi „trailer“ in Scherenform befestigt. Dieser soll den Eindruck eines Krebses verstärken und ist zusätzlich mit Geruchs- und Geschmacksstoffen eingerieben.

Man führt ihn wie Gummiköder auch. Dabei wedeln die Plastikstreifen verführerisch hin und her. Durch ein paar feste Drahtstücke hat man dann noch deutlich weniger Hänger. Ein perfekter Köder!

Der kleine Rasselwobbler von Rapala kann mit großem Erfolg auf Zander auch so wie ein Jig/Gummiköder geführt werden. An ihm sieht man auch schon die geeigneteste Farbe. Ein richtiges Krebsrot wirkt gerade auf Kammschupper wie Zander und Barsch eine sehr große Anziehungskraft aus.

Sehr erfolgreich kann man auch mit echten Krebsen fischen. Man darf aber aus Artenschutzgründen nur eingeschleppte amer. Krebse als Hakenköder nehmen.

Entweder man fischt sie an einem jigkopf oder einfach nur stationär auf Grund. Eine besonders Zander fängige Methode findet man oft in Kanada. An einem Einzelhaken wird der Krebs am Schwanz aufgezogen. Davor findet man Lockperlen, Spinnerblätter und ein Gewicht. Oft bemalt und in Fischform.

Mit diesem System wird dann entweder nach Meeresangel-Art gedriftet oder es wird geworfen und langsam eingeholt. Man kann ,damit auch schleppen.


Schreibe einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen