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Sep 12

Produktvorstellung: Hart Poizon 300 MH

Hier stelle ich euch die Hart Poizon MH vor, eine laut Hersteller mittelschwere Spinnrute zum Fischen auf Wolfsbarsch, Hecht und Lachs. Ich verwende die Rute in erster Linie zum Pilken und leichtem Schleppen in der Ostsee, doch auch im Süßwasser fand sie ihre Verwendung.

Erste Eindrücke:

Beim ersten Anblick wurde ich sofort misstrauisch, der rote Blank und der rotrosa Griff waren auf den ersten Blick sehr ungewohnt. Als ich die Rute in die Hand nahm, kamen die nächsten Zweifel auf: 20-60gr Wurfgewicht, eine mittelschwere Spinnrute, aber doch nichts fürs Pilken! Doch die allerersten Eindrücke trügten, so konnte mich ein kleiner Test im Laden überzeugen, denn die Rute war doch deutlich härter als angegeben! Beringt ist die Rute mit 8+1 Ringen der Marke  Evian (zu der Hart gehört), darunter 5 Low-Ryder Ringe, die bei großer Belastung den Druck besser verteilen sollen und für größere Wurfweiten sorgen. Die Wicklungen sind alle ordentlich gemacht und gut lackiert.

Technische Details:

  • Carbonblank
  • Fuji DPS 18 Rollenhalter
  • 8+1 Ringe (5 Low-Ryder, 3 Einsteg)
  • Roter, zweiteiliger Moosgummigriff
  • inklusive Balancescheiben

Erfahrung aus der Praxis:

Schon im Laden ist mir allerdings aufgefallen, dass das 300MH Modell, trotz Konterscheiben, etwas kopflastig ist. Bei dem 270MH Modell war dies nicht der Fall, diese war deutlich besser balanciert. Jedoch fiel die Kopflastigkeit bei der Kombination einer 4000er Rolle kaum noch auf. Der Rote Moosgummigriff sieht nicht nur gut aus, sondern fasst sich gut an, auch bei starker Nässe. Nach regelmäßigem Gebrauch ist die Farbe schon etwas verblasst, was aber nicht wirklich schlimm ist.

Gefischt wurde die Rute hauptsächlich in der Ostsee zum Pilken oder Schleppen. Beim Pilken kamen Pilker zwischen 40 und 100gr zum Einsatz, die sich sehr gut werfen und führen ließen. Einmal mussten sogar schwerere Köder ran, dies waren 120 und 150gr Pilker. Die ließen sich zwar noch einigermaßen gut führen, doch wirklich Spaß hat das dann nicht mehr gemacht. Optimal waren ~60-80gr.  Ansonsten habe ich die Rute auch mit Gummifischen geangelt, mir persönlich war sie da in der Ostsee mit 60gr Köpfen zu „weich“. Beim Schleppen konnte ich durch das starke Rückgrat der Rute die Fische sicher drillen, auch wenn das Boot sich noch bewegte. Wo wir beim Rückgrat sind: Davon hat die Rute unglaublich viel. Mein größter Fisch mit der Rute war ein kräftiger Dorsch von 87cm, die Rute war zwar stark gebogen, gefühlt hat man aber, das da noch mehr ginge. Trotzdem machen 50er-60er Portionsdorsche ordentlich Spaß.

Natürlich habe ich die Rute nicht nur im Salzwasser gefischt, im Süßwasser fand sie Verwendung als schwere Spinnrute zum Hechtangeln. Jerkbaits bis 50gr, große Blinker und Spinner, sowie größere Gummitwister ließen sich wunderbar werfen, ebenso führen. Für die XXL-Brocken ist die Rute meiner Meinung nach nicht geeignet, diese würden wohl zu viel Druck machen.

Fazit:

Nach mehr als einem halben Jahr angeln hat mich diese Rute noch nicht enttäuscht. Nach schon vielen Einsätzen im Salzwasser und einigen harten Drills ist, bis auf den leicht ausgeblassten Griff, kein Verschleiß zu erkennen. Auch die Ringe haben nach nur relativ geringer Pflege leichten Flugrost angesetzt, der sich mit ein wenig WD-40 hat beseitigen lassen. Ich kann diese Rute nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer Pilk- oder Spinnrute ist.

In diesem Sinne,

Petri Heil,

Jochen

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