«

»

Sep 04

Spinnfischen auf Forellen am Bach

Die Tage werden langsam länger, vereinzelt zwitschern schon wieder die Vögel und der letzte Schnee schmilzt dahin! Endlich wieder Angeln. Aber für viele Spinnfischer sieht es dann nicht so gut aus, da der Hecht Schonzeit hat…

Was nun? Ein Ansitz auf Karpfen? Wäre sicher nicht schlecht, aber das Spinnfischen ist doch spannender, jedoch stellt sich die Frage auf was? Und da kommt nun die Forelle ins Spiel. Es gibt fast überall kleine Bäche, wo die Forellen heimisch sind, also das Gerät zusammenpacken, und ab an den Bach! Nun stellt sich nur noch die Frage, wo, wie und mit was die Forellen überlisten? Und genau dieser Frage werden wir jetzt auf den Grund gehen.

Zuerst einmal braucht man die richtige Ausrüstung. Da man keine allzu großen Köder verwendet, ist eine leichte Rute gefragt!
Eine Gerte mit einem Wurfgewicht zwischen 5-20 gr. erlaubt es uns, die leichten Köder weit und gezielt zu platzieren!
Da die Ufer eines Baches oft mit Büschen und Bäumen bewachsen sind, sollte man keine zulange Rute nehmen, 180-220cm reichen vollkommen aus. Das Drillen einer kampfstarken Forelle an solch einer leichten Rute ist ein wahres Vergnügen und die rasanten Fluchten des Gegners werden durch das leichte Rückrad perfekt abgefedert!

Eine kleine Rolle ist genau das richtige für eine so feine Rute, es genügt, wenn 100m von einer 0,20er Schnur darauf Platz finden! Die dünne Schnur läuft sauber durch die kleinen Ringe der Rute und bremst nicht beim Werfen. Jedoch sollte man die Bremse der Rolle gut einstellen, da die Forellen bei ruckartigen Stößen leicht vom Haken kommen. Aber mit einer guten Einstellung ist das kein Problem mehr!

Ein kleiner „Fliegenfischerkescher“ ist ideal um die Fische zu landen. Die mittleren Exemplare bis zu 30-35cm kann man noch mit der Hand landen, aber wenn es dann an die Forellen von 50cm aufwärts geht, sieht man ohne Kescher alt aus. Vorsicht, man fängt die großen Exemplare auch sehr häufig an den Gewässern, wo man sie nicht einmal vermutet.

Als Köder kommen hauptsächlich Spinner, kleine Wobbler und Gummifische in den Koffer. Auch kleine Blinker können gute Erfolge bringen! Wenn es mal auf Spinner nicht läuft, was sehr selten vorkommt, kann auch ein Köderfisch am System angeboten werden. Dazu eignet sich das Drachkovitch- und das Planseesystem am besten! Wem das zu teuer ist, kann auch einfach ein kleines Fischchen an der Wasserkugel verwenden.

Bei den Spinnern sollte man nicht zu grelle Farben verwenden, da die Bäche meistens glasklar sind, ein roter Feder-, oder Wollpuschel ist oft der Reiz, der die Fische zum beißen verführt. Wobbler und Gummifisch sollten nicht viel größer sein als 5 cm, und auch eher in gedeckten Farben!

Aber viel wichtiger als die Köder, ist beim Spinnfischen auf Forellen, dass man an den richtigen Stellen richtig fischt. An einem Bach gibt es meistens vier verschiedene Stellentypen. Tiefe Gumpen, unterspülte Ufer, kleine „Wasserfälle“ und flache Stellen mit starker Strömung!

Die Gumpen findet man meistens in Kurven, oder nach Wasserfällen. Dort ist die Strömung eher schwach und man kann daher gut einen kleinen Spinner anbieten. Am besten ist es, den Köder bachabwärts zu werfen und dann schön langsam durch den Gumpen ziehen, dann ist eigentlich immer mit einer Forelle zu rechnen, aber meistens nur Exemplare bis 40 cm, oder die kleinen mit 15-20 cm. Wer es jedoch nur auf die ganz Dicken abgesehen hat, sollte einen Köfi am System verwenden, da die kleinen sich da nicht richtig ran trauen!

An kleinen Wehren, oder Wasserfällen ist auch immer eine Forelle zu holen. Da dort eine sehr starke Strömung ist, sollte man einen Gummifisch mit schwerem Bleikopf wählen, damit man mitten in der Strömung fischen kann, ohne zuviel Auftrieb zu haben. Hier kann man auch mit großen Exemplaren rechnen, da die Forellen hier sauerstoffreiches Wasser haben und sich daher an solchen Stellen gerne aufhalten.

Die meisten Angler sind der Meinung, dass die oben beschriebenen Stellen die Top-Forellenstellen sind. Es ist an dieser Aussage etwas Wahres dran, denn an diesen Stellen wird man den größten Erfolg haben, was die Menge der gefangenen Fische angeht. Aber wenn man es auf die richtig großen Fische abgesehen hat, geht man an diesen Stellen häufig leer aus, da die richtig großen Fische meist etwas abseits stehen. Und da kommen jetzt die zwei anderen Stellentypen ins Spiel. Man vermutet die Fische hier zwar nicht, da das Wasser oft nur 20cm tief ist und die Strömung sehr stark.

Aber da sind sie. Wenn dann an solch einer Stelle noch ein Busch über das Wasser hängt, ist die Forelle fast schon sicher. Hier sollte man jetzt wieder auf die Spinner zurückgreifen. Hat man dann eine schöne 50er Bachforelle gelandet, sollte man sich genau überlegen, was man damit macht, vor allem an natürlichen Bächen, wo nicht besetzt wird…

Hat man an einer Stellen einen Fisch gelandet, wird man die nächsten 30 Minuten wohl keinen Erfolg mehr haben, da die Fische sich sofort verziehen und erst nach einer Weile wieder zurückkommen!

Häufig fängt man pro Tag sogar zehn, oder mehr Forellen und da sollte man nachdenken, ob man diese alle entnimmt, oder nicht. Und wer später auch noch Forellen fangen will, für den sollte die Entscheidung bereits jetzt klar sein…

Schreibe einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen