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Sep 04

Titaniumvorfächer

Als Raubfischangler kommt es für mich nicht in Frage, ohne ein hechtsicheres Vorfach zu angeln.

Lange benutzte ich, wie die meisten unter uns, ein normales Stahlvorfach. Vergleicht man die Preise der Stahlvorfächer mit denen, der Titaniumvorfächer, schüttelt man im ersten Moment mit dem Kopf. „Ein Vorfach für 2,50 Euro? Quatsch, so etwas brauche ich nicht!“ werden sich nun viele von euch denken. Ausserdem könnten eure Gedanken nun in Richtung „fange ich damit mehr Fische?“ gehen. Ehrliche Antwort? Ja, ich bin mir 100%ig sicher, dass ihr tatsächlich mehr Fische mit einem Titaniumvorfach fangt.

Doch woran liegt das nun? Ist Titanium unter Wasser etwa weniger sichtbar, als ein Stahlvorfach? Wer den Hecht kennt, weiss genau, dass der Hecht sich von einem Vorfach nicht abhalten lässt, unseren Kunstköder anzugreifen. Also fange ich mit einem Titaniumvorfach desshalb schon mal nicht mehr … Warum sonst? Ein Titaniumvorfach ist um ein vielfaches langlebiger, als ein normales Stahlvorfach.

Ich habe die letzten 3 Monate mit nur einem Titaniumvorfach geangelt und zahlreiche Hechte damit gefangen. Im Baum hing ich auch ein paar mal, spätestens jetzt wäre jedes Stahlvorfach nur noch als Luftschlange, beim Kölner Karnevalsumzug zu gebrauchen.
Titanium hat die wunderbare Eigenschaft, sich nach dem Knicken wieder in die Ursprungsform zurück zu biegen. Gerüchten zufolge sollen Titaniumvorfächer 100% knicksicher sein, dies ist jedoch nicht so. Nach 3 Monaten intensives Fischen, hat sich das Vorfach an einigen Stellen leicht gebogen. Dies ist allerdings kein Grund dafür, das Vorfach nun zu entsorgen. Man kann Titaniumvorfächer kurz über einem Feuerzeug erhitzen und wieder gerade strecken. Dies geht am besten zu zweit. Einer nimmt das Titaniumvorfach an beiden Enden in die Hand und streckt es. Der andere erhitzt die geknickte Stelle leicht, anschließend lässt man das ganze abkühlen und das Vorfach ist wieder wie neu.

Momentan gibt es 1×1 und 1×7 Titaniumvorfächer auf dem deutschen Markt, wobei das 1×1 das wohl meistbenutze ist. Es eignet sich wunderbar für alle Arten an Ködern, so lange sie nicht zu anfällig gegenüber steifere Vorfächer sind. Ein 7 cm grosser Rapala Shad Rap wird sich z.B. nicht unbedingt optimal führen lassen, da steife Vorfächer die Bewegung des Wobblers einschränken können. Beim Jiggen auf Zander in der Elbe oder im Rhein, würde ich das Vorfach auch nicht unbedingt benutzen. Bei den Preisen für ein solches Vorfach, könnte das eine sehr teure Angelegenheit werden. Das Haupteinsatzgebiet der 1×1 Titaniumvorfächer ist meiner Meinung nach die Fischerei mit Jerkbaits, grössere Wobbler und XXL-Gummiköder. Einige Köder verfangen sich beim Auswerfen häufig im Vorfach und knicken bzw. verdrallen das Stahlvorfach in den meisten Fällen sehr stark. Da Titanium steifer und zudem auch noch fast knicksicher ist, wird man sich über dieses Problem in Zukunft nicht mehr ärgern brauchen. Stellt euch mal vor, ihr werft den Köder genau vor das Maul eures Traumfisches, aber er läuft nicht, da sich die Drillinge im Vorfach verfangen haben.

P

robiert es einfach einmal aus, ihr werdet von diesem Vorfachmaterial begeistert sein.

Gruss und Petri Heil.

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